Wie gute Texte Wirkung erzielen

Texte sind nur dann wirklich gut, wenn sie bei den Empfängern die gewünschte Wirkung erzielen – etwa eine Handlung herbeiführen, positive Emotionen auslösen oder die Kaufabsicht unterstützen. Wie das funktioniert? Wir verraten Ihnen drei Tipps.


Nehmen wir mal an, Sie möchten ein neues Produkt oder eine neue Dienstleitung im Markt lancieren. Sie notieren sich die vielen Vorteile, wie aufwendig die Entwicklung war und was die Neuheit besser macht als ähnliche Produkte oder Dienstleistungen. Daraus entsteht ein Marketingtext.


Kann man so machen, keine Frage. Aber das geht besser. Machen Sie doch mal einen Gedankensprung hin zu den Kund:innen.


1. Die Perspektive wechseln

Versetzen Sie sich in die Lage potenzieller Kund:innen. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Welchen Nutzen bringt die Neuheit für die Kund:innen mit sich?

  • Was sind die Kundenbedürfnisse, die wir mit der Neuheit abdecken?

  • Welche Emotionen löst die Neuheit aus?

  • Welchen Teil des Lebens wird mit unserer Neuheit erleichtert?

Entscheidend ist, dass Sie die Kundenperspektive einnehmen. Für sie ist der Text gedacht, nicht für Sie selbst. Klingt logisch, ist aber einer der häufigsten Fehler.


2. Hören Sie zu


Digitale Welt sei Dank. Nie war es so einfach, die Kundenbedürfnisse herauszufinden wie heute. Teure Werbeforschung ist oft überflüssig. Versuchen Sie es doch mal so:

  • Besuchen Sie einen Onlineshop Ihrer Wahl, suchen Sie ein ähnliches Produkt und lesen Sie die Kommentare, die User:innen hinterlassen haben.

  • Interagieren Sie mit Ihrer Community auf Social Media. Fragen Sie, was sich die User:innen wünschen, was ihnen an einem Produkt gefällt – oder eben nicht. Starten Sie in den Kommentaren einen Dialog und haken Sie nach. Nicht vergessen: Bedanken Sie sich bei den User:innen!

  • Viele Social-Media-Kanäle verfügen über eine Umfrageoption, z.B. Linkedin oder Facebook. Nutzen Sie diese Möglichkeiten.

  • Stellen Sie dieselben Fragen auch offline, also bei Kollegen, Freunden oder in der Familie. Je mehr Antworten Sie einholen, desto besser.

  • Sammeln Sie die Inputs, fertigen Sie eine übersichtliche Aufstellung an und diskutieren Sie die Resultate in Ihrem Team.


3. Schreiben, was ist

Bleiben Sie auf dem Teppich. Das empfiehlt sich eigentlich für alle Lebenslagen:), speziell, wenn es ums Texten geht. User:innen mögen es nicht, wenn sie für dumm verkauft werden.

  • Vermeiden Sie Superlativen. Das ist der absolut ultimativste Hammer-Tipp, den wir Ihnen geben können...

  • Flunkern gilt nicht. Immer schön bei der Wahrheit bleiben.

  • Schreiben Sie so, wie Menschen tatsächlich sprechen. So erhöhen Sie die Chancen, dass die Empfänger:innen den Text verstehen.

  • Vermeiden Sie zu viele Substantive – kreieren Sie Ihre Sätze stattdessen mit Verben: «Das liest sich einfach besser» statt «Die Lesbarkeit wird dadurch erhöht».